Schneeschuhe vs Tourenski | Die Unterschiede – Was ist Besser? 

Skitour vs Schneeschuhe

Schneeschuhwandern oder doch lieber Skitourengehen?

Schneeschuhe oder Tourenski – Kurz zusammengefasst:

  • Schneeschuhwandern benötigt wenig Vorkenntnisse, ist einfach und für jeden zugänglich.
  • Eine Skitour setzt gutes skifahrerisches Können voraus (Abfahrt).
  • Die Schneeschuhausrüstung ist günstiger. 
  • Skitourenausrüstung ist komplexer und teurer. 
  • Schneeschuhwandern geht auch im flachen Gelände (Wald, Wiesen etc.)
  • Skitourengehen – ein Berg ist Voraussetzung
  • Bei Touren im alpinen Gelände müssen Kenntnisse in Bezug auf die Lawinensituation vorhanden sein.

Du bist unschlüssig, ob du eine Tour mit den Schneeschuhen oder mit den Tourenski ins Auge fassen solltest? Die folgenden Punkte können dir bei der Entscheidung helfen.

1. Die Anschaffungskosten

Schneeschuhe sind deutlich günstiger als die Skitourenausrüstung

Schneeschuhwandern
Möchtest du dir eine neue Ausrüstung zulegen, kommst du mit Schneeschuhen deutlich günstiger weg.

Neben guten Bergschuhen benötigst du Schneeschuhe und Stöcke. Dafür gibst du in der Regel 200 bis 300 Euro aus. Wenn du schon höhenverstellbare Stöcke mit großen Tellern hast, umso besser.

Schneeschuhwandern Kleidung
Schuhe, Stöcke, Schneeschuhe

Skitouren
Die Ausrüstung für eine Skitour ist umfangreicher.

Neben den Tourenski benötigst du eine spezielle Tourenbindung, geeignete Skischuhe, Felle für den Aufstieg, Stöcke und evtl. Harscheisen. Zusätzlich gehört heute ein Skihelm zur Standardausrüstung. 

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Tourenski + Bindung, Skischuhe, Felle, Stöcke (Helm)

Nimmt man alles zusammen, stehen schnell 1000 Euro und mehr auf der Rechnung. Dazu kommen die Kosten für den Unterhalt. Ski wollen gewachst und die Kanten geschliffen werden. Von Zeit zu Zeit muss der Belag ausgebessert werden. Diese Kosten fallen bei Schneeschuhen nicht an. 

  • Der Transport der Skitourenausrüstung ist aufgrund ihrer Größe zudem wesentlich aufwändiger.

Willst du nicht gleich viel Geld investieren, kannst du die Ausrüstung ausleihen. Zum Beispiel beim Alpenverein oder im Sportgeschäft.

2. Die nötigen Vorkenntnisse & die Technik

Schneeschuhe – Geht auch ohne Vorkenntnisse

Beim Schneeschuhwandern sind keine Vorkenntnisse nötig. Die Technik ist relativ einfach und die Sportart ziemlich intuitiv.

Lass dir einmal zeigen, wie du die Schneeschuhe richtig anziehst und schon kann es losgehen. Damit sind Schneeschuhe ideal für Anfänger und Menschen, die nur gelegentlich Sport treiben.

Schneeschuhwandern 2
Schneeschuhwandern kann jeder

Skitouren – Vorkenntnisse sind notwendig

  1. Du solltest gut und sicher auf deinen Skiern stehen und Skifahren können

Das Equipment ist komplexer und der Umgang muss erst gelernt werden. Typische Tourenbindung sind anders aufgebaut als Alpinbindungen und haben jeweils eine Position für Aufstieg und Abfahrt. 

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Du solltest bereits vor der Tour wissen, wann die Bindung, wie eingestellt werden muss.
Dann müssen die Felle auf die Ski aufgezogen und befestigt werden. Auch die Schuhe haben verschiedene Positionen für Aufstieg und Abfahrt. 

Am Anfang machen daher Trockenübungen mit der Ausrüstung Sinn. Vor allem das Einfädeln der Skischuhe in die Bindungen benötigt am Anfang etwas Geschick und Training. 

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Im Gelände – Tiefschneeabfahrt

Im flachen Gelände ist das Gehen mit Skiern relativ einfach. Im steileren Gelände empfiehlt es sich die mehrstufige Aufstiegshilfe zu nutzen. Das sind kleine Erhöhungen an der Bindung unter den Fersen der Skischuhe. 

Wird es steiler (ab etwa 30 Grad) sind Spitzkehren nötig.
Das ist eine spezielle Technik, die geübt werden muss. Oben angekommen musst du die Bindung umstellen und die Felle abnehmen.

Piste oder freies Gelände
Es ist ein großer Unterschied, ob du eine Pistenskitour machst oder im freien Gelände abfährst. Bei letzterem solltest du ein versierter Skifahrer sein. Je nach Bedingungen musst du manchmal auch im Bruchharsch oder im Firn abfahren können. 

  • Für Skitouren ist zwingend ein etwas steileres Gelände nötig.
  • Schneeschuhtouren sind in einem flacheren und wenig gefährlichem Gelände möglich. 

Schneeschuhgehen kann man sich einfach autodidaktisch beibringen.

Wer noch nie mit Tourenski unterwegs sein, sollte einen Kurs machen. Oder man geht zusammen mit jemand, der sich auskennt, auf seine ersten Touren.


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3. Dein persönlicher Trainingszustand

Skitouren sind anspruchsvoller

Schneeschuhe
Eine Tour mit den Schneeschuhen ist bei normaler körperlicher Fitness für jeden machbar. Die Anforderungen sind nur minimal höher als bei einer Bergwanderung im Sommer. Denn du musst das zusätzliche Gewicht der Schneeschuhe (ca. 2 kg) bei jedem Schritt mittragen. 

Je nach Trainingszustand kannst du zum Beispiel auch eine komplett flache Tour ohne große Anstiege für den Anfang wählen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, was die Höhenmeter und Länge der Tour angeht.

Skitouren
Eine Grundvoraussetzung für das Skitourengehen ist neben der körperlichen Fitness, dass du Ski fahren kannst. Je länger die Abfahrt sein soll, umso mehr Höhenmeter musst du bewältigen. Das solltest du bei der Tourenwahl berücksichtigen. 

Je nachdem, ob du eher aufstiegs- oder abfahrtsorientiert unterwegs bist, unterscheidet sich auch die Ausrüstung. Das Gewicht der Skitourenausrüstung liegt übrigens bei etwa 6 kg.


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4. Die objektiven Gefahren

Die Lawinensituation im Auge behalten

  • Im alpinen Gelände gibt es zu jeder Jahreszeit Gefahren, die es zu beurteilen und managen gibt.
  • Auf einem präparierten Winterwanderweg sind die Gefahren minimal.

Das gleiche gilt, wenn du mit den Tourenskiern auf der Piste unterwegs bist. Hier sind die anderen Sportler in der Regel die größte Gefahr.

Anders sieht es bei Touren im alpinen Gelände aus.
Hier geht es vor allem um die richtige Einschätzung der Lawinengefahr. Dazu musst du vor jeder Tour den aktuellen Lawinenlagebericht berücksichtigen. 

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Dazu gehören ein eingeschaltetes Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) mit geladenen Batterien, das sich im Sendemodus befindet. Schaufel und Sonde komplettieren die Ausrüstung. Natürlich muss vorab der richtige Umgang mit dem Equipment erlernt werden. 


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5. Der Faktor – Zeit

Grundsätzlich kann ein Schneeschuhgeher einen Berg direkter und steiler begehen, selbst bei eisigen Verhältnissen. Das liegt an den Zacken der Schneeschuhe.

Damit kann ein Schneeschuhgeher einen Berg etwas schneller besteigen, als jemand der auf Tourenski unterwegs ist. Ein großer Unterschied ist das aber zeitlich gesehen nicht. 

Der Unterschied liegt vielmehr beim Abstieg bzw. bei der Abfahrt.
Mit den Schneeschuhen benötigst du für den Abstieg deutlich mehr Zeit als mit den Tourenskiern. Wer zwei Stunden aufgestiegen ist, wird für den Abstieg wahrscheinlich 1 bis 1,5 Stunden benötigen. Eine Abfahrt mit den Skiern dauert nur einen Bruchteil davon.


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6. Der Faktor – Spaß

Sowohl mit Schneeschuhen unter den Füßen als auch mit Tourenski bist du in der wunderschönen Winternatur unterwegs. 

Bei der Bewegung an der frischen Luft und bei Sonnenschein werden viele Glückshormone ausgeschüttet. 

Eine Abfahrt im frischen Pulverschnee ist für echte Skifans kaum zu toppen. Aber Spaß hat man mit den Schneeschuhen ebenso – und es ist weniger aufwändig.


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