Schneeschuhwandern Ausrüstung | Komplette Übersicht | Packliste 

Schneeschuhwandern ausrüstung

Schneeschuhwandern ist die ideale Sportart für die kalten Wintermonate. Wir geben einen Überblick über die benötigte Ausrüstung, damit du maximalen Spaß auf deiner Tour hast. 


Grundausrüstung – Schneeschuhwandern

Schneeschuhe
Wanderstöcke (Winterteller)
Feste (wasserdichte) Schuhe
Gamaschen
Rucksack


Kleidung (Zwiebelschicht-Prinzip)

  • Hose: Wasserfest & Atmungsaktiv
  • Baselayer: Funktionsunterwäsche
  • Midlayer: Fleece, Softshell, Merino
  • Toplayer: je nach Wetter Softshell, Weste, Hardshell, Daunenjacke
    Handschuhe
    Mütze
    Warme Socken

Zusätzliche Ausrüstung

Navigation – Handy, Karte
Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille)
Verpflegung (Thermosflasche, Brotzeit)
Notfallausrüstung: Stirnlampe, Biwaksack, Erste Hilfe
Optional: Blasenpflaster oder Tape, LVS-Ausrüsrung (Lawinensuchgerät)


Ausrüstung – Schneeschuhwandern:

Schneeschuhe

Funktion
Schneeschuhe sorgen dafür, dass du im tiefen Schnee nicht zu weit einsinkst. Durch ihre Größe verteilen sie das Körpergewicht des Trägers auf mehr Fläche. 

Zusätzlich sorgen die Zacken dafür, dass du an eisigen oder harten Stellen einen guten Halt hast. Am Fußballen befinden sich zusätzliche Krallen für guten Halt im Schnee.

Schneeschuhe – verhindern Einsinken

Unterschiedliche Modelle – Je nach Gelände und Steilheit 

Flaches bis Hügeliges Gelände
Einsteigermodelle sind für Touren in einfachem und hügeligem Gelände geeignet. Sie sind relativ leicht, bestehen meist aus einem Alurahmen und haben eine simple Bindung. Sie sind preislich ab ca. 100 Euro zu haben.

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Für mäßiges Gelände

Schneeschuhe für steileres und alpines Gelände. 
Ihre Konstruktion ist aus Plastik und damit steifer und schwerer. Sie verfügen über mehr Zacken und ihre Bindung ist fester.

Das macht die Schuhe aber auch teurer. In steilem und eisigem Gelände sorgen solche Schuhe für mehr Sicherheit.

schneeschuhe ausrüstung
Für steiles Gelände

Steighilfen für steiles Gelände 
Wenn das Gelände steiler wird, erleichtert eine Steighilfe den Aufstieg. Dabei handelt es sich um einen Bügel, die unter der Ferse hochgeklappt wird.

Dein Fuß steht dann steiler auf dem Schneeschuh. Das entlastet die Muskulatur der Waden und steile Passage lassen sich leichter bewältigen.

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Steighilfe – Bügel an der Ferse

Die richtige Bindung

Schneeschuhbindungen unterscheiden sich je nach Gewicht, Komfort und Halt. Wer längere Touren in einfachem Gelände macht, setzt auf eine leichtere Bindung, die nicht unbedingt bombenfest sitzen muss. 

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Hochwertige Bindung

In steilem Gelände ist eine Bindung ein wichtiger Sicherheitsfaktor und muss absolut fest sitzen. Dafür muss man auch ein höheres Gewicht in Kauf nehmen. Die Bindung muss dir liegen. Probiere also beim Kauf verschiedene Systeme aus.

Bindungen für Frauen sind in der Regel etwas kleiner.
Übrigens: Für große Füße lassen sich die Bindungen in der Regel mit speziellen Straps verlängern.


Material – Kunststoff vs. Aluminium

Aluminium
Schneeschuhe aus Aluminium bestehen aus einem leichten Rahmen aus Aluminium mit zusätzlichen Teilen aus Kunststoff. Diese Modelle sind den ursprünglichen Modellen aus Holz nachempfunden. Sie eignen sich für leichtes Gelände und Tiefschnee. Denn die leichte Konstruktion sorgt für Auftrieb im Schnee. 

Kunststoff
Modelle aus Kunststoff gibt es sowohl in Einstiegsvarianten als auch in Profi-Modellen für extreme Touren. Die Hightech-Modelle sind aus stabilem Hartplastik gefertigt. 

An die stabile Unterkonstruktion kann eine größere Anzahl an Zacken und die Bindung äußerst fest angebracht werden. Daher eignen sich diese Modelle für schwierige Bedingungen in steilem und eisigem Gelände. Manche dieser Modelle haben auch zusätzliche Harschkrallen für mehr Halt.

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Die richtige Größe der Schneeschuhe 

Bei der Größe der Schneeschuhe kommt es vor allem auf das Gewicht des Trägers an. Schwere Personen sollten ein Modell mit einer größeren Auflagefläche wählen. Dann wird das Gewicht im Schnee besser verteilt. 

Normale Modelle sind für ein Körpergewicht bis 90 Kilogramm geeignet. Wer schwerer ist, benötigt ein XL-Modell, das länger und breiter ist.


Wanderstöcke

Wir empfehlen leichte Teleskopstöcke, die sich in der Länge verstellen lassen. Damit kannst du die Länge zwischen Aufstieg und Abstieg variieren.

Am leichtesten (aber teuersten) sind Stöcke aus Carbon. Stöcke aus Aluminium sind günstiger. 

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Teleskopstöcke (große Teller)

Um im Tiefschnee mit dem Stock nicht zu sehr einzusinken, sollten Stöcke große Teller haben. Schlaufen am Griff sorgen dafür, dass du den Stock nicht verlierst.


Die Besten Wanderstöcke

Wir haben Wander- und Trekkingstöcke in allen Preisklassen getestet:

  • Teleskopstöcke
  • Faltstöcke
  • Carbon und Aluminium
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Wanderstöcke im Test

Die richtigen Schuhe zum Schneeschuhwandern

Für deine Tour eignen sich knöchelhohe Wanderschuhe. Eine feste Sohle ist wichtig, damit du guten Halt hast. 

Da du beim Schneeschuhwandern oft im Tiefschnee unterwegs bist, ist eine Goretex-Membran sehr wichtig. Sie sorgt dafür, dass der Schuh wasserdicht ist. 

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Wasserdichter Wanderschuh

Wenn du zu kalten Füßen neigst, gibt es spezielle gefütterte Winterwanderschuhe.

Gamaschen

Gamaschen sind aus Kunststoff gefertigt und werden über Schuhe und Hose gezogen. Damit verhindern sie, dass Schnee von oben in deine Schuhe eindringt. 

Im Tiefschnee sind Gamaschen Gold wert.
Denn der dichteste Goretex-Schuh hilft nichts mehr, wenn Schnee von oben in die Schuhe eindringt.

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Gamaschen – im Tiefschnee ein Muss.

Rucksack

Ein Rucksack mit einem Volumen von ca. 20 Liter ist ideal für die Tour. Im besten Fall handelt es sich um einen Rucksack mit einer Deckelschnalle.

Damit lassen sich die Schneeschuhe, wenn man sie nicht benötigt, bequem auf den Rucksack schnallen.

Rucksack Winterwandern
Beispiel 20L Rucksack

In den Rucksack packst du deine Wechselkleidung, Proviant, ein kleines Erste-Hilfe-Set, Sonnenschutz & Co. Eine Stirnlampe und ein Biwaksack gehören immer in den Rucksack. Wenn du zu Blasen neigst, packe ein Blasenpflaster ein.

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Im alpinen Gelände muss immer deine LVS-Ausrüstung mit.
Sonde und Schaufel packst du in den Rucksack. Das LVS-Gerät gehört an den Körper. Hast du die LVS-Ausrüstung dabei, benötigst du eher einen größeren Rucksack.


Optimale Bekleidung – Winterwandern

Beim Schneeschuhwandern bist du oft bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unterwegs. Gute Kleidung ist daher Pflicht. Wir empfehlen das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten.


Baselayer
Die erste Schicht ist jene Bekleidung direkt am Körper getragen wird. Das kann Skiunterwäsche aus einem Funktionsmaterial oder aus Merinowolle sein. Merinowolle ist zwar etwas teurer, aber geruchsneutral und sehr atmungsaktiv. 

Funktionsunterwäsche schneeschuhwandern
Funktionsunterwäsche

Midlayer
Die zweite Schicht kann eine Softshell- oder ein Fleecejacke sein. Diese Schicht dient der Isolierung. 

Je nach Wetter und Temperaturen werden sie mit andern Jacken kombiniert.

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Softshelljacke

Der Toplayer
ist vor allem für den Wetterschutz zuständig. Wenn du bei Wind und Niederschlag unterwegs bist, raten wir zu einer Hardshelljacke. Diese ist atmungsaktiv und wind- und wasserdicht. 

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Hardshelljacke = Wetterschutz
  • Bei Sonnenschein wird keine Hardshell getragen – als Toplayer wird dann eine Softshell oder Fleece getragen.
  • Genausgut kannst du nur eine Weste anstatt einer Jacke anziehen. Das ist bei warmen Temperaturen sinnvoll, da der Schweiß direkt entweichen kann.

Die besten Hardshelljacken

  • Absolut wassserdicht + winddicht.
  • Wassersäule von mindestens 20.000 mm.
  • Atmungsaktive Membran.
  • Die perfekten Allround – Outdoorjacken
Hardshell Jacken Test
Die Top 6 Hardshelljacken

Die passende Hose zum Schneeschuhwandern

Als Hose empfehlen wir eine atmungsaktive, dehnbare (Winter)wanderhose, zum Beispiel aus Softshell. Wintermodelle sind für zusätzlichen Wärmekomfort etwas mehr isoliert.

Je nach Temperaturen kannst du eine lange Unterhose (aus Funktionsmaterial oder Merinowolle) darunter anziehen. 

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Wasserabweisende Softshellhose

Softshellhosen sind – je nach Material – wasserabweisend und sogar winddicht.
Die Winterwanderhosen sind meist an der Hinterseite mit einem dünneren Material ausgestattet, damit der Schweiß besser abtransportiert werden kann. 

Unten am Bund sind die Hosen oft mit einem Reißverschluss ausgestattet. Damit kannst du sie in der Weite verstellen und gut über deine Schuhe ziehen. 

Manche Hosen haben sogar richtige integrierte Gamaschen, die du mit kleinen Haken an den Schuhen befestigen kannst. 

Skitourenhosen aus Softshell sind auch zum Schneeschuhwandern optimal geeignet:


Die BESTEN Skitouren-Hosen

  • Eine gute Skitourenhose ist leicht, atmungsaktiv und wasserabweisend.
  • Integrierte Gamaschen und Einstellungsmöglichkeiten am Bund sind ein Vorteil.
Skitourenhosen Test
Alle Testsieger

Wechselshirt
Auch bei noch so atmungsaktiven Textilien kommst du beim Aufstieg in der Regel ins Schwitzen. Daher ist es ratsam, ein Wechselshirt einzupacken. Das kannst du am Gipfel oder in der Hütte gegen deinen durchgeschwitzten Baselayer tauschen.

Die richtigen Socken
In deine Wanderschuhe gehören Wandersocken, am besten warme Winter-Wandersocken. Das sind atmungsaktiv, speziell gepolsterte Socken. Sie sorgen für ein gutes Klima und warme Füße in den Schuhen.

Mütze und Handschuhe
Daneben gehören natürlich eine atmungsaktive Mütze und wasserabweisende Handschuhe zur Ausrüstung.


Schneeschuhwandern – Was Anziehen?!

  • Zwiebelschicht-System
  • Alle Schichten erklärt
  • Von der Unterwäsche bis zur Hardshelljacke
Schneeschuhwandern was anziehen
Alle Schichten erklärt

Zusätzliches Equipment zum Winterwandern:

Navigation
Für die Navigation unterwegs sind Apps (z.B. Alpenverein oder Outdooractive) oder Karten sinnvoll. Wenn du das Handy zur Navigation nutzt, trage es nah am Körper. So bleibt es warm und der Akku verliert seine Leistung nicht so schnell.

Sonnenschutz
Die Wintersonne in höheren Lagen kann sehr aggressiv sein. Dazu kommt die Reflexion des Schnees von unten. Creme dich vor der Tour mit einer guten Sonnencreme (mindestens LSF 30) ein. Trage außerdem eine Sonnenbrille, um deine Augen zu schützen.

Verpflegung
Für den kleinen Hunger unterwegs, eignen sich Snacks wie Obst, Müsliriegel oder Nüsse. Ebenso ist eine Thermoskanne mit Tee nie verkehrt.

Notfallausrüstung
Zur Notfallausrüstung gehören eine Stirnlampe, ein Biwaksack und ein Erstehilfepaket. Je nach Tour ist auch ein Lawinenausrüstung notwendig (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel).


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  • Gute Leuchtkraft
  • Starker Akku
  • Kurze Ladezeit
  • Geringes Gewicht
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