Das ist Bouldern

Was ist BOULDERN? | Alles über Bouldern.

Bouldern ist das Klettern an Felsblöcken oder künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe (ca 3-4m Höhe). Es wird ohne Sicherung geklettert – ein Absprung ist jederzeit möglich.  

Natürlich ist Bouldern noch viel mehr als das…neben den Fakten, werde ich auch darauf eingehen “warum Bouldern so eine faszinierende Sportart ist”


Das ist Bouldern – kurz zusammengefasst

  • Bouldern ist eine Form des Kletterns bei der in Bodennähe geklettert wird. 
  • Ein Absprung ist jederzeit möglich
  • Boulderhallen sind mit dicken Schaumstoffmatten ausgelegt – Ein Sturz oder Absprung wird dadurch sanft abgefedert. 
  • Zum Bouldern sind weder Seil, Klettergurt noch eine komplexe Sicherungstechnik notwendig.
  • Benötigte Ausrüstung: Kletterschuhe und etwas Chalk (Magnesiumpulver)
  • Kosten für den Eintritt in die Boulderhalle ca. 15 Euro.
  • Routen (sogennante Boulderprobleme) in verschiedene Schwierigkeitsgraden. 
  • Keine speziellen Voraussetzungen oder Vorkenntnisse notwendig – Jeder kann Bouldern! 

Bouldern = lösen von Bewegungsaufgaben
In der Boulderhalle sind die jeweiligen Boulderprobleme durch gleichfarbige Griffe und Tritte gekennzeichnet.

Ziel ist es mit Hilfe dieser Griffe die Wand zu erklettern, und den Top-Griff (letzter Griff) zu erreichen. 

was ist bouldern
Bouldern = Bewegungs-Rätsel lösen

Um das Boulderproblem zu lösen bzw. ganz nach oben zu klettern, ist nicht nur Muskelkraft gefragt, sondern auch jede Menge Technik, Gleichgewicht, Körperspannung, Bewegungsgefühl und Beweglichkeit.


Bouldern – Der Ablauf 

  1. Du suchst dir ein Boulderproblem im passenden Schwierigkeitsgrad aus. 

Schwierigkeitsgrad
Jedes Boulderproblem hat einen Schwierigkeitsgrad – Es gibt leichte Routen für Anfänger und super schwere Routen für Experten (mehr dazu weiter unten).

  1. Du schaust dir kurz an wie die Route verläuft. Es gibt für jede Route einen Startgriff und einen Top-Griff
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“Lesen” der Route
  1. Du steigst in die Route ein und versuchst die richtige Bewegungsabfolge zu finden bzw. das Boulderproblem zu lösen. 
  • Wenn du das Boulderproblem nicht gleich beim ersten mal schaffst, dann ist das ganz normal. 
  • Je schwerer das Boulderproblem desto mehr Versuche wirst Du benötigen um die richtige Bewegungsabfolge zu finden.
  • Beim Bouldern geht es darum,  die für dich passende Lösung (Beta) zu finden und die jeweiligen Bewegungen zu optimieren.
Bouldern
Klettern bis zum “Top-Griff”
  1. Du kletterst das Boulderproblem von Anfang bis Ende durch – feierst deinen Erfolg, und danach suchst dir eine neue Route. 

Was macht Bouldern so besonders?

Beim Bouldern wird der ganze Körper trainiert und du kannst dich so richtig schön auspowern.
Um dich an der Wand zu halten, musst du den gesamten Körper aktivieren. Bei jedem Versuch werden unweigerlich eine Vielzahl von Muskeln angesprochen und trainiert. 

Wer zusätzlich noch ein paar ausgleichende Übungen durchführt, trainiert beim Bouldern so ziemlich jeden Muskel im Körper. 

Das ist Bouldern
Bouldern = Ganzkörpertraining

Spannendes Training
– Jedes Boulderproblem ist anders – es gibt unendlich viele Bewegungsaufgaben.
– Keine Route gleicht der anderen und es wird nie langweilig. 

Gesunde Motivation
Beim Bouldern kommt meist ein wenig gesunder Ehrgeiz dazu, denn du möchtest das jeweilige Boulderproblem natürlich auch schaffen. Du hast also mit jedem neuen Boulderproblem eine neues Ziel bzw. eine neue Aufgabe. 

Achtung (positive) Suchtgefahr
Die Kombination aus körperlicher Anstrengung und “Problemlösen” macht süchtig.   

Bouldern – spielerisch Kraft aufbauen
Das Training ist spielerisch und trotzdem effektiv.

Es gibt keine Gewinner und Verlierer 
Du kletterst nie gegen jemand anderen sondern nur gegen Dich selbst.

Ganz ohne Zeitdruck geht es einzig darum, das Boulderproblem zu lösen – und zwar auf deine persönliche Art und Weise. 

Mentaltraining positiv Klettern
Achtung! Bouldern macht Spaß.

Psychische Gesundheit – Bouldern hilft beim Abschalten und loslassen
Sobald du an der Wand bist und versuchst den nächsten Griff zu erreichen, wird der alltägliche Gedankenstrom sofort unterbrochen. Stress, Sorgen und “To-Do-Listen” haben an der Kletterwand keinen Platz. Bouldern erfordert deine ganze Aufmerksamkeit und befördert Dich innerhalb von Sekunden ins Hier und Jetzt. 

Bouldern ist Meditation in Bewegung.

Soziales Umfeld – Beim Bouldern trifft man sich. 
Es ist die perfekte Umgebung um Freunde zu treffen oder neue Kontakte zu knüpfen. Man tauscht sich aus, und es wird gemeinsam an der Lösung des Boulderproblems herum getüftelt. 

Die Boulderhalle ist jener Ort an dem man sich nach der Arbeit trifft, gemeinsam trainiert und danach ein Bierchen trinkt.  

Klettern und Geselligkeit in der Boulderhalle

Bouldern ist einfach und unkompliziert 
Rein in die Boulderhalle, Kletterschuhe anziehen und loslegen.

Geringe Einstiegshürde
Jeder kann bouldern – es gibt Routen in allen Schwierigkeitsgraden. 

Geringe Anschaffungskosten
Alles was du für Deine ersten Versuche brauchst, kannst du dir direkt in jeder Boulder- oder Kletterhalle ausleihen. Willst du dir ein weiterer Folge deine eigene Ausrüstung kaufen, brauchst du nur ein paar Kletterschuhe (ca. 70 Euro) und ein Chalkbag (20 Euro).

Bouldern Ausrüstung
All you need

Einstieg ins Sportklettern
Bouldern ist die Einstiegsdroge zum Klettern. In der Boulderhalle lernst du alle Grundlagen der Klettertechnik kennen, ohne dabei auf Seil- oder Sicherungstechnik achten zu müssen. Nach kurzer Zeit, kannst du dich (wenn du magst) auch am Klettern probieren.

Sportklettern
Erst Bouldern, dann Klettern

Weltweite Boulder und Klettermöglichkeiten
Gebouldert wird überall – Bouldern und Klettern kannst du auf der ganzen Welt und dank Boulderhallen zu fast jeder Tages- und Jahreszeit. 


Kletterschuh Test
Wir haben 20 Paar Schuhe getestet. Die 9 BESTEN für:

  • Kleine Tritte
  • Überhang
  • Bouldern
  • Senkrechte Kletterei
  • Anfänger, Könner & Experten
  • etc.

Voraussetzungen – kann jeder bouldern?

Zum Bouldern sind keine Vorkenntnisse nötig. Es bedarf keiner besonderen körperlichen Voraussetzungen (z.B. Fitness, Körpergröße, Gewicht, Alter). 

Aufgrund verschiedenster Schwierigkeitsgrade ist das Bouldern für alle Personen und Altersklassen zugänglich. Gebouldert wird ab einem Alter von ca. 3 Jahren. 

Jeder der eine Leiter hochklettern kann, kann auch bouldern. 


Wie mit dem Bouldern anfangen?

  • Am besten ist es in einer Boulderhalle / Kletterhalle mit dem Bouldern anzufangen. Finde die nächstgelegenste Boulderhalle und mach dich auf den Weg. (Tipps zur Kleidung im nächsten Punkt)
  • Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. 
  • Die gesamte Ausrüstung (Kletterschuhe und Chalk) kannst du dir vor Ort in der Boulderhalle ausleihen. 
  • Der Eintritt kostet ca. 15 Euro – die Leihgebühr für die Schuhe sind nochmal 3-5 Euro extra. 
  • Das Personal in der Boulderhalle wird dir alles nötige (Hallenspezifische Schwierigkeitsgrade und Regeln) erklären. 

Bouldern kann jeder!
Ein paar Tipps und Tricks für deinen ersten Tag in der Boulderhalle findest du auf
” Bouldern für Anfänger”.

Bouldern lernen, wo anfangen?
Bouldern lernen

Tipps zur Sicherheit (DAV)

Boulder Regeln DAV
Bouldern – Sicherheits Tipps | DAV

Kleidung und Ausrüstung zum Bouldern

Hose
Zum Bouldern eignen sich elastische Hosen wie Kletterhosen, Jogginghosen oder Leggings. Das wichtigste ist, das Deine Hose einen großen Bewegungsradius ermöglicht und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. 
Es ist Dir überlassen ob Du lieber in kurzer Hose oder langer Hose bouldern willst.

Top
Dazu ein einfaches T-shirts oder Sport-Top. 

Was warmes zum anziehen in den Pausen. 
Pulli, Hoodie oder Jacke.

Hausschuhe
Ein Paar FlipFlops oder saubere Hausschuhe zum herumgehen in den Pausen.


Bouldern – was soll ich anziehen?!

  • Wichtig ist Kleidung mit vieeeeel Bewegungsfreiheit.
  • Ob lange oder kurze Hose ist egal.
  • Pulli oder eine Jacke für die Pausen.
was anziehen zum bouldern
Konkrete Tipps zum Outfit

Boulder “Regeln”

Start
Es gibt einen markierten “Startgriff” der mit beiden Händen berührt werden muss (manchmal sind es auch zwei Startgriffe). Diesen Griff haltend, musst du vom Boden abheben und startest somit deinen Versuch. 

Farbe bekennen
Du darfst nur die zum jeweiligen Boulderproblem gehörigen Griffe und Tritte verwenden (farblich markiert).

Top
Ein Versuch wird als erfolgreich angesehen, wenn du:
a.) den markierten Top-Griff erreicht hast, und ihn mit beiden Händen kontrolliert halten kannst (ruhende Position für ca. 2 Sekunden) oder
b.) eine stehende Position auf dem Boulder erreicht hast (Ausstieg).

Die gesamten offiziellen Wettkampfregeln kannst du hier nachlesen.


Lust auf eine neue Kletterhose?
Aber welche?
Wir haben Boulder- bzw. Kletterhosen getestet. Die Top 9 Hosen stellen wir in unserem Test vor.

Kletterhosen Bouderhosen im test
Die besten Hosen | Damen & Herren

Unterschied Bouldern vs. Klettern

Der Unterschied zwischen Klettern und Bouldern liegt Hauptsächlich (aber nicht nur) an der Höhe des zu be-kletternden Objektes. Aufgrund der Höhe (die bei Kletterrouten ca. 30 m, beim Bouldern ca. 4 m beträgt), der damit verbundenen Sicherungstechnik und Gefahren, stellt Klettern andere Anforderungen als das Bouldern.

Klettern vs. Bouldern Unterschiede

Unterschiede Im Überblick

  1. Die Höhe (Klettern 30 m – Bouldern 3 m Höhe)
  2. Sicherungstechnik / Seiltechnik (Beim Bouldern nicht nötig)
  3. Maximalkraft vs. Kraftausdauer (Bouldern Maximalkraft – Klettern Kraftausdauer)
  4. Dynamik (Bouldern ist dynamischer als Klettern)
  5. Ausrüstung (Klettern ist etwas Ausrüstungs-intensiver)
  6. Gefahrenpotential (Unterschiedliche Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen)
  7. Alleine? (Bouldern kannst Du auch alleine – geklettert wird immer zu zweit)

Alle Unterschiede im Detail findest du auf Bouldern vs. Klettern.


Bouldern – Indoor vs. Outdoor


Indoor Bouldern

Boulderhalle
Das Bouldern in der Halle ist einfach, unkompliziert und sehr vielseitig. 

Boulderhalle – Große Auswahl
In der Boulderhalle findest hunderte Boulderprobleme in unterschiedlichsten Kletter-Stilen und Schwierigkeitsgraden. Ausserdem hast du den Luxus, dass der Boden mit dicken und weiche Matten ausgelegt ist. Das macht das Bouldern in der Halle nicht nur einfacher, sondern auch sicherer. 

All in one – Infrastruktur
Die meisten Boulderhallen sind sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach erreichbar.

Zusätzlich zur Boulderhalle gibt es oft noch einen Trainingsraum und ein kleines Bistro oder Cafe für einen Snack zwischendurch und das Getränk danach. 

Outdoor Bouldern

Bouldern Südafrika Rocklands
Rocklands – Südafrika

Die offensichtlichen Vorteile beim Outdoor-Bouldern ist die Ruhe und das Naturerlebnis abseits der oft hektischen Boulderhallen. Für alle die sich gerne draußen aufhalten, ist das Outdoor Bouldern perfekt geeignet. 

Nachteile: 

  • Nicht überall finden sich die passenden Felsbrocken zum bouldern
  • Die Anfahrt ist meist etwas länger und der Zustieg etwas aufwändiger. 
  • Zusätzliche Materialkosten: Crashpads sind nicht ganz billig (ca. 200 Euro)
  • Im Vergleich zur Halle sind die Klettermöglichkeiten oft auf ein paar einzelne Routen limitiert. 

Grundsätzlich ist das Bouldern Outdoor mit mehr Aufwand verbunden. Dafür wirst Du mit einem Abenteuer und oft wunderschönen Landschaften belohnt. 

Zum Glück musst du dich nicht für eine Disziplin entscheiden, sondern kannst sowohl in der Halle als auch Outdoor bouldern. 


Ein einfacher und effektiver Tainingsplan ist Gold wert.

  • 30 Übungen
  • 4 Trainingspläne

Leistungssteigerung garantiert!

Klettern Training Trainingsplan
BesserKlettern – BesserBouldern

Bouldern – Was passiert bei einem Sturz?

Indoor
In Boulderhallen besteht meist der gesamte Boden aus dicken Schaumstoffmatten. Solltest Du Stürzen oder einfach von der Route abspringen (was häufig passiert), landest du sicher auf den weichen Matten. 

Outdoor
Hier wird mit sogenannten Crashpads gesichert. Das sind ca. 10-15 cm dicke, faltbare und transportable Schaumstoffmatten die im Sturzbereich ausgebreitet werden. 


Was ist “Spotten” beim Bouldern?

Beim Spotten geht es darum den Kletterer bei einer sicheren Landung zu unterstützen.

Vor allem draußen am Fels wo mit relativ kleinen Crashpads (tragbare Matten) “gesichert” wird, ist es wichtig den Stürzenden dabei zu helfen, kontrolliert und sicher zu landen. 

Bouldern-Spotten-Outdoor
Spotten Outdoor

Gefahren beim Bouldern

Unfälle beim Bouldern passieren – une enden meist mit kleineren Verletzungen. 

Verletzungsursache Nummer 1 ist ein Sturz auf die Matte.
Ein unkontrollierter Sturz auf die Matte kann bei einer unglücklichen Landung auch aus 2 Metern Höhe zu Verletzungen führen.

Gefahren und Verletzungen beim Bouldern
Stürze enden meist glimpflich
  • Die Meisten Verletzungen werden durch Umknicken (Sprunggelenk) und Abstützen (Hand-Ellenbogen und Schultergelenk) hervorgerufen.
  • Die größte Gefahr beim Bouldern besteht also in Absprung bzw. Landung. Die zweite große Gefahr beim Bouldern sind Überbelastungen von Sehnen, Bändern und Muskeln.