Wanderschuhe – Finde die Optimale Größe | 14 Tipps  

Wanderschuhe wellche Größe

Wanderschuhe müssen perfekt passen, andernfalls kann die Wanderung zur Tortur werden. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es beim Kauf von Wanderschuhen ankommt.


Wanderschuhe welche Größe – kurz zusammengefasst

  • Nachmittags anprobieren, Füße schwellen im Laufe des Tages an.
  • Zehen sollten ca. 1 cm Spielraum haben.
  • Auf Länge und Breite des Schuhs achten.
  • Lieber eine Nummer größer kaufen.
  • Wandersocken beim Probetragen anziehen.
  • Wanderschuhe richtig schnüren und auf unterschiedlichen Untergründen testen (bergauf, bergab).

Wie groß werden Wanderschuhe getragen?

Wanderschuhe sollten etwas größer getragen werden.

Was viele beim Kauf von Wanderschuhen oft nicht bedenken ist, dass die Füße im Verlauf der Wanderung anschwellen.

Aus diesem Grund sollten Wanderschuhe immer eine halbe bis eine Nummer Größe größer gekauft werden, damit die Füße auf Wanderungen genügend Platz haben und keine schmerzhaften Druckstellen bekommen.

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Füße schwellen im Verlauf der Wanderung an.

Fußlänge messen mit Sohlentest:

Ob der Wanderschuh die perfekte Größe hat, kann ganz leicht überprüft werden, indem die Innensohle aus dem Schuh herausgenommen wird. 

Um die richtige Größe des Wanderschuhs zu ermitteln, sollte der Fuß so auf der Sohle platziert werden, dass die Ferse mit dem hinteren Sohlenrand abschließt. 

Wanderschuhe größe
Sohle heraus und messen

Vorne sollte die Sohle jedoch mindestens 1 cm (etwa fingerbreit) überstehen, damit der Fuß im Wanderschuh genügend Platz hat. Mehr als 1,5 cm sollten es allerdings nicht sein, damit der Wanderschuh nicht zu groß ausfällt.

Wichtig ist dabei, nicht mit dem Daumen zu messen, da er in der Regel oft sehr viel breiter ist als der Zeigefinger, sodass der Wanderschuh letztendlich zu groß ist.


Fußbreite messen:

Die Schuhsohle kann übrigens auch Auskunft über die perfekte Breite geben. Da die Füße während einer Wanderung anschwellen, kann es nämlich durchaus passieren, dass sie beim Wandern drücken, obwohl sie bei der Anprobe gepasst haben. 

wanderschuhe breite messen
Breite messen

Andersherum können die Füße beim Wandern auch zu viel Spielraum haben, wenn der Wanderschuh zu breit ist. In beiden Fällen entstehen Nachteile, da der Schuh einerseits drücken und andererseits nicht genügend Halt bieten kann.

Aus diesem Grund lohnt es sich, beim Messen der Schuhsohle einen Blick auf die Breite der Sohle zu werfen. Die Sohle sollte weder zu breit sein, noch sollte der Fuß über die Sohle hinausragen. 

Klarheit kann letztendlich die Anprobe des Wanderschuhs schaffen.
Er sollte weder hinten und vorne noch an den Seiten drücken, daneben darf auch nicht das Gefühl entstehen, in dem Wanderschuh zu „schwimmen“. Sobald die Größe des Wanderschuhs nicht zu 100 % passt, sollte er eine (halbe) Nummer größer oder kleiner sein.


Wanderschuh Größe exakt ermitteln

Wer sich bei der Bestimmung der perfekten Größe für den Wanderschuh unsicher ist, kann eine weitere Messung zur Hilfe nehmen, die noch etwas genauer ist als die Messung der Schuhsohle.

Für diese Messung wird ein weißes Blatt Papier (A4) auf dem Fußboden platziert. Der Boden sollte dabei glatt und eben sein, damit das Blatt bei der Messung nicht versehentlich zerknittert.

Schuhgröße wanderschuhe messen2

Um die Wanderschuh Größe exakt ermitteln zu können, sollte das Blatt direkt am Boden fixiert werden – am besten mit Klebestreifen, um ein Verrutschen zu vermeiden.

Dann wird der Fuß so auf das Blatt Papier gestellt, dass die Ferse leicht die Wand berührt. Die Fußlänge (gemessen von der Mitte des Mittelfußes bis zum großen Zeh) und die Wand sollten dabei einen rechten Winkel ergeben. Anschließend wird die längste Stelle des Fußes mit einem Stift markiert. Dies ist in der Regel der große Zeh, jedoch kann es auch durchaus ein anderer Zeh sein.

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Wanderschuhe – Größe exakt messen

Nicht beide Füße sind immer gleich groß
Im Anschluss sollte die Messung auch für den anderen Fuß vorgenommen werden, da die Füße in der Regel nicht bei allen Menschen gleich lang sind.

Sobald auch hier die Fußlänge markiert wurde, wird die Fußlänge bei beiden Füßen genau ausgemessen. Die Messung erfolgt dabei ausgehend vom Blattrand bis zur längsten Stelle des Fußes, die auf dem Blatt markiert wurde.

Im Zweifelsfall
Oft sind die Füße gleich lang, jedoch kann es durchaus vorkommen, dass die Markierungen unterschiedliche Werte aufweisen. In diesem Fall sollte bei der Auswahl eines Wanderschuhs stets die größere Fußlänge herangezogen werden. Anhand der Werte lässt sich die exakte Wanderschuh Größe dann einfach anhand einer Tabelle ermitteln.


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Die perfekte Passform

Messungen sind eine Möglichkeit, die perfekte Größe eines Wanderschuhs zu bestimmen. Allerdings können sie oft nur wenig über die perfekte Passform eines Wanderschuhs aussagen und zeigen nicht, wie sich der Wanderschuh tatsächlich am Fuß anfühlt. 

Wanderschuhe müssen vor dem Kauf ausführlich anprobiert werden. Nur so lässt sich testen, ob die Schuhe an irgendeiner Stelle drücken, zu locker oder zu fest sind.

Ein guter Wanderschuh sollte einen festen Sitz haben, wobei die Schuhe auf keinen Fall scheuern oder Druckstellen verursachen dürfen. 

Wie bereits angesprochen, schwellen die Füße beim Wandern an, weshalb ein guter Wanderschuh dem Fuß noch etwas Spiel bieten sollte. Die Füße dürfen dabei aber nicht „schwimmen“. 

Sobald die Schuhe in der Länge oder Breite zu groß sind, rutschen die Füße entweder nach außen oder nach vorne, wodurch ständig Reibung entsteht.

Dies kann wiederum zu Druckstellen und Blasen führen, die sehr schmerzhaft sind.

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Zu große Schuhe?

Aufgrund dieser Parameter sollte der Wanderschuh weder zu groß noch zu klein sein. Er sollte fest sitzen und stabilen Halt bieten – vor allem im Bereich der Knöchel, um im Gelände nicht versehentlich umzuknicken.

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Welche Wanderschuhe

7 Tipps zum Anprobieren von Wanderschuhen

1. Wanderschuhe richtig anziehen

Wer sich neue Wanderschuhe kauft, neigt oft dazu, sie bei der Anprobe nicht richtig anzuziehen. Dabei lässt sich der richtige Sitz nur prüfen, wenn Wanderschuhe ordnungsgemäß angezogen werden. Ohne eine korrekte Anprobe nützt auch die beste Messung nichts.

Richtig anziehen bedeutet:

  • Dass die Ferse mit dem hinteren Rand des Schuhs abschließen sollte.
  • Vorne wird der Wanderschuh mit der Lasche zentriert, bevor die Schnürsenkel festgezogen werden.
  • Höhere Wanderschuhe schließen zum Beispiel oben mit einem oder zwei Klemmhaken ab, die dem Fuß bergab mehr Halt bieten und daher besonders fest fixiert werden.

2. Wanderschuhe im Gelände ausprobieren

Sind die Wanderschuhe geschnürt, werden sie zunächst auf einem ebenen Untergrund getestet, um zu sehen, wie der Wanderschuh sitzt und ob er nicht zu viel oder zu wenig Spiel hat. 

Wer die Möglichkeit hat, sollte die Schuhe auch auf einem unebenen Untergrund ausprobieren, da sich die Eigenschaften des Wanderschuhs verändern können. Vor allem beim Wandern in den Bergen bist du nicht in der Geraden unterwegs, sondern zu 90 % entweder bergauf oder bergab.


3. Wanderschuhe unbedingt nachmittags anprobieren

Die Füße schwellen im Laufe des Tages an. Aus diesem Grund sollten Wanderschuhe ausschließlich nachmittags anprobiert werden, um den Füßen beim Wandern genügend Platz zu lassen. 

Werden Wanderschuhe morgens gekauft, sind sie meist eine Nummer zu klein, weshalb Blasen und Druckstellen oft vorprogrammiert sind.


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4. Wanderschuhe mit Wandersocken testen

Was bei der Anprobe von Wanderschuhen ganz besonders wichtig ist, sind die Wandersocken. Diese sollten auf jeden Fall atmungsaktiv sein, damit die Füße beim Wandern nicht allzu sehr schwitzen und die Feuchtigkeit nach außen abtransportiert wird. 

Je nach Vorliebe können Wandersocken etwas dünner oder dicker sein. Wichtig ist, die Wanderschuhe unter realen Bedingungen zu testen. Bedeutet: Die Lieblingssocken zur Anprobe unbedingt mitbringen. Wer seine Wandersocken nicht zur Anprobe dabei hat, läuft schnell Gefahr, die falsche Schuhgröße zu kaufen.


5. Auf die richtige Passform achten

A und O beim Kauf von Wanderschuhen ist die Passform. Wie in dem Artikel bereits angesprochen, sollten die Zehen nach vorne hin noch ca. 1 cm Platz haben, damit der Fuß beim Wandern noch etwas Spielraum hat. Schwimmen dürfen die Füße dabei aber nicht, da sonst Reibung und infolgedessen Blasen entstehen.


6. Bergauf und bergab gehen

Insbesondere im Gelände zeigen sich oft Defizite, die auf einem ebenen Untergrund kein Thema sind. Aus diesem Grund sollte mit den Wanderschuhen ein Auf- und Abstieg geübt werden – entweder im Gelände, auf einer Rampe oder Treppe. Hierbei auch unbedingt die richtige Schnürung ausprobieren. Bedeutet: Die Schuhe bergab bis oben hin festschnüren und bergauf im oberen Bereich etwas lockern.


7. In der Größe flexibel sein

Auch wenn die Schuhe perfekt ausgemessen werden, kann die Größe von Hersteller zu Hersteller variieren. Deshalb sollte man sich auf die Größe nie zu 100 % festlegen. Sobald das Gefühl besteht, dass die Schuhe zu groß oder klein sind, sollten sie lieber eine (halbe) Nummer kleiner oder größer gekauft werden.


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7 Tipps zum Einlaufen deiner Schuhe

1. Wandersocken tragen

Wandersocken sind nicht nur atmungsaktiv – sie sind auch äußerst strapazierfähig und schützen die Füße vor starker Reibung. Wichtig ist dabei, dass sie auch die Knöchel bedecken, um Blasen und Druckstellen vorzubeugen.


2. Wanderschuhe richtig schnüren

Die richtige Schnürung sorgt vor allem im unwegsamen Gelände für den richtigen Halt. Diese sollte beim Einlaufen allerdings nicht zu fest sein, um den Fuß nicht allzu sehr einzuengen. 

Die “richtige” Schnürung ist für jeden anders – hier musst du einfach etwas herumprobieren und teste.  Ich persönlich schnüre meinen linken Schuh anders (etwas enger) als meinen rechten. 


3. Die Lasche zentrieren

Oft wird der Lasche keine besondere Bedeutung beigemessen, dabei kann sie den Fuß effektiv vor Reibung schützen, da sie sozusagen der „Puffer“ zwischen dem Fuß und der Schnürung ist. Deshalb gilt: Die Lasche von Beginn an ordentlich zentrieren und mit der Schnürung fixieren.


4. Kurze Spaziergänge statt lange Wanderungen

Wanderschuhe müssen eingelaufen werden. Deshalb sollten sie zu Beginn auf kurzen Strecken oder zu Hause getestet werden, um die Füße langsam an die Schuhe zu gewöhnen. 

Kauf dir die Wanderschuhe 1-2 Monate bevor du sie brauchst – so hast du genug Zeit sie, noch vor der ersten “großen” Wanderung, richtig einlaufen. 


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5. Feuchtigkeit

Neue Wanderschuhe können anfangs etwas drücken, das ist normal und liegt an der anfänglichen Steifigkeit des Materials. Insbesondere Lederschuhe müssen oft etwas länger eingelaufen werden.

Meistens reicht es schon aus, wenn die Wanderschuhe im feuchten Zustand (beispielsweise bei Regen) getestet werden, um das Material etwas weicher zu bekommen.


6. Perfekter Fersensitz

Wanderschuhe werden am besten im Sitzen angezogen, wobei die Ferse am hinteren Rand des Schuhs fixiert wird. Anschließend wird der Schuh fest zugebunden, damit der Fuß nicht nach vorne rutschen kann.


7. Schnürung nachziehen

Zu Beginn des Einlaufens sollten die Schnürsenkel nicht allzu straff gebunden werden. Besser ist, die Schnürung nach und nach fester zu ziehen, um dem Material Zeit zu geben und den Fuß an die Schnürung zu gewöhnen.


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