Klettertsteig Tipps

Klettersteig – 33 TIPPS für Anfänger | Planung, Technik, Sicherheit

Egal, ob Du Neuling bist oder schon viele Touren hinter die hast – die folgenden Tipps machen Dein persönliches Erlebnis am Klettersteig noch sicherer und professioneller.

33 Tipps für den Klettersteig


Klettersteig Tipp # 1: Planung ist alles

Klettersteigführer
Die klassische Art eine Klettersteigtour zu planen, ist der gute alte Klettersteigführer in Buchform.

Klettersteigführer sind ideal zum schmökern und bieten einen guten Anhaltspunkt. 

Klettersteiführer Buch
Klettersteigführer

App
Gute Apps fürs Smartphone sind “Outdooractive” oder die “Alpenverein-App”.
Dort findest Du unter anderem Informationen über Zustieg, Abstieg, Länge oder Schwierigkeitsgrad. 

Klettersteig Tipp App
App – Outdooractive

Tourenplanung Klettersteig – kurz zusammengefasst:

Klettersteig Tipps Tourenplanung

1. Schwierigkeitsgrad
Wie schwer ist der Klettersteig und passt das zu meinem Eigenkönnen. 

2. Länge und Dauer des Klettersteigs
– Wie lange muss ich einplanen?
– Wann sollte ich aufbrechen um nicht in der prallen Mittagssonne Klettern zu müssen. 

3. Zustieg / Startpunkt
Manche Klettersteige haben einen langen Zustieg.
Auch der Startpunkt (Parkplatz) will gut recherchiert sein.

4. Abstieg
Die Kraftreserven sind erschöpft – Oft der anstrengendste Teil der ganzen Tour. Du solltest immer genau wissen wieviel Zeit der Abstieg zum Ausgangspunkt in Anspruch nimmt. 

5. Wetter
Speziell im Hochsommer kommt es am Nachmittag oft zu Wärmegewittern. Regen ist am Klettersteig nicht ideal. Ein ausführlicher Wettercheck ist unbedingt erforderlich. 

6. Notausstieg
In vielen Klettersteigen hast du die Möglichkeit zwischendurch auszusteigen und am Normalweg weiterzugehen oder abzusteigen. Speziell wenn Du Anfänger bist oder mit Schwächen Personen unterwegs bist, ist das Wissen um einen Möglichen Notausstieg Gold wert. 

7. Verpflegung und Wasser
Muss der Länge und Dauer der Tour angepasst sein. Sind bewirtschaftete Hütten in der Nähe?

Tipp 2: Steinschlag am Klettersteig

Schütze andere 
Achte immer darauf keine Steine loszutreten – sonst wird es für nachkommende Kletterer schnell gefährlich.

Sollte es dennoch passieren und du trittst Du einen Sein los, dann ruf laut: “Achtung Stein” um nachkommende Kletterer zu warnen.

Tipp Klettersteig Steinschlag
In Deckung

Selbstschutz
Wenn Du bemerkst, dass von oben Steine herabfallen, dann ist es wichtig schnell zu reagieren. Positioniere deinen Körper so nah wie möglich an die Wand – damit die Steine über dich hinweg fallen können.

Mach dich so klein wie möglich um weniger Angriffsfläche zu bieten.
Es schadet nicht, diese “Schutzreaktion” ein paar mal zu üben, um die Bewegung zu automatisieren. 

Tipp 3: Überholen am Klettersteig

Wenn eine schnelle Gruppe hinter Dir ist, lass sie an einer geeigneten Stelle überholen. Triffst Du auf eine langsame Gruppe, bitte ebenfalls, ob Du an einer sicheren Stelle überholen kannst.

Wichtig: Lasst euch nicht stressen – kommuniziert klar und deutlich

Klettersteig Helm Test6
An sicherer Stelle überholen lassen

Tipp 4: Abstand halten

Da sich das Klettersteigset, im Falle eines Sturzes, dehnt bzw. der Bandfalldämpfer öffnet – fällt der Stürzende relativ weit über den nächsten Fixpunkt hinaus.

Bis das Klettersteigset den Sturz schlussendlich abfängt, vergehen einige Meter.

Klettersteig Tipp Abstand halten
Abstand einhalten

Damit der Stürzende keinen Dominoeffekt auslöst, ist es essentiell, dass ein dementsprechend großzügiger Abstand eingehalten wird (ca. 2 Seilverankerungen)

Tipp 5: Rastschlinge – Gönn dir eine Pause

Die Rastschlinge ist eine Bandschlinge mit einem Schraub-Karabiner.

Die Bandschlinge ist direkt an deinem Klettergurt eingebunden und den Karabiner hängst Du an einer geeigneten Stelle ins Stahlseil ein. So kannst du dir jederzeit eine Pause gönnen. 

Klettersteig Tipp Rastschlinge
Rastschlinge

Extra Tipp: Übe ein schnelles Anbringen der Rastschlinge – so hast du in einer schwierigen Kletterstelle (oder wenn dir zwischendurch die Kraft ausgeht) die Möglichkeit, dich in die Rastschlinge zu setzen. 

Tipp 6: Immer beide Karabiner einhängen

Ein Fehler, der leider immer wieder vorkommt und zu tragischen Unfällen führt, ist die „180 Grad Fehlanwendung“.

Diese Fehlanwendung bedeutet, dass nur einer der beiden Karabiner im Klettersteig eingehängt wurde – der zweite Karabiner wurde am Klettergurt befestigt.

Kommt es in diesem Moment zum Sturz, löst (zumindest bei manchen Klettersteigsets) die Sicherungsmechanik des Bandfalldämpfers nicht aus.

Klettersteig Tipp Fehler1
Karabiner Einbindeschlaufe – FALSCH
Klettersteig Tipp Fehler2
Karabiner Materialschlaufe – FALSCH

Tipp 7: Karabiner Einzeln Umhängen

Wenn beide Karabiner gleichzeitig umgehängt werden, dann bist du für einen Moment komplett ungesichert.
Ein Sturz in genau diesem Moment wäre fatal. Um das zu vermeiden, bleibt ein Karabiner immer eingehängt. Die Karabiner werden einer nach dem anderen umgehängt. 

Klettersteig Technik Einhängen
Karabiner immer einzeln umhängen

Tipp 8: Karabiner immer Griffbereit

Damit du die Karabiner immer griffbereit hast, werden sie mit einer Hand nach oben geschoben. So ersparst du dir das ständige Nachholen der Karabiner.
Platziere Deine Hand unter den Karabinern und schiebe diese beim Weitergreifen mit nach oben.

Klettersteig Tipp Karabiner schieben
Karabiner aktiv mitführen vs. nachziehen

Tipp 9: Fuß-Technik

Eine Klettersteigtour kann lange werden – bewege dich deshalb so kraftsparend und effizient, wie möglich. Dafür ist eine gute Beinarbeit essentiell. Denn in den Beinen hast Du viel mehr Kraft als in den Armen.

Um effizient zu klettern, vermeide es hoch anzusteigen – das kostet unnötig  Kraft und macht dich schnell müde. Anstatt einmal hoch anzusteigen ist es besser 2 kleine Schritte zu machen. 

Klettersteig Tipp Tritttechnik
Richtiges Ansteigen spart Kraft

Tipp 10: Check den Wetterbericht vor jeder Tour

  • Regen
    Eine Klettersteigtour solltest Du nur bei trockenem Wetter unternehmen. Bei Regen und Nässe ist der Untergrund oft rutschig und die Seile, Griffe und Tritte am Klettersteig sind nass. Das sorgt für erhöhte Sturzgefahr. Zudem steigt die Gefahr durch Steinschlag. 
  • Hitze
    Wenn Du im Hochsommer eine südseitige Tour planst und Temperaturen jenseits der 30 Grad angesagt sind, solltest Du Dir ebenfalls überlegen, ob die Tour Sinn macht bzw. sehr früh losgehen, um die größte Hitze zu vermeiden.
  • Gewitter
    Ein Gewitter am Klettersteig bedeutet Lebensgefahr (aufgrund der vielen Stahlkonstruktionen). Sollte dich ein Gewitter im Klettersteig überraschen, suche dir einen möglichst geschützten Platz abseits der Stahlseile.

Es macht Sinn 2-3 unterschiedliche Wetter-Apps und Vorhersagen zu checken.
Bewährt hat sich die Wetter-App Meteoblue. Sie greift auf verschiedene Wettermodelle zurück und sagt das Wetter ortsgenau voraus.

Tipp 11: Ausrüstung – was muss mit?

Die Ausrüstung am Klettersteig besteht aus dem Klettersteigset, einem Klettergurt, einem Kletterhelm, guten Schuhen, Handschuhen und einem kompakten Rucksack. Funktionale Kleidung, in der Du dich gut bewegen kannst und ein “Wechselshirt” runden Deine Ausrüstung ab. 

Alles was Du für den Klettersteig brauchst findest Du hier zusammengefasst:

Klettersteig-Ausrüstung| 7 Dinge die JEDER braucht!

Tipp 12: Den Rucksack richtig packen

Schwere Gegenstände kommen so nah an den Rücken wie möglich. Dinge die Du immer wieder brauchst, packst Du nach oben bzw. ins Deckelfach, damit sie leicht erreichbar sind.

Vermeide es Gegenstände außen am Rucksack zu befestigen – da sie dich am Klettersteig behindern könnten.

Tipp 13: Schuhe mit rutschfester Sohle und gutem Profil

Für einen guten Halt benötigst Du am Klettersteig rutschfeste Schuhe mit einem guten Profil. Am besten eignen sich leichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe. Ob die Schuhe über den Knöchel gehen oder darunter enden, ist Dir überlassen.

Normale Laufschuhe sind für den Klettersteig weniger geeignet, da die Sohle nicht rutschfest und der Schuh insgesamt nicht stabil genug ist.

Welche Schuhe für den Klettersteig?
Hoher Schaft oder Halbschuhe?

Beides geht – wir haben getestet!
Die 3 besten Halbschuhe &
Die 3 besten Schuhe mit hohem Schaft.

Tipp 14: Ein guter Helm schützt Deinen Kopf

Ein Kletterhelm ein absolutes MUSS – Die Steinschlag-Wahrscheinlichkeit ist am Klettersteig ist relativ hoch. Wir empfehlen Dir einen Hybridhelm. Diese Helme sind ein guter Kompromiss aus Sicherheit und Gewicht. Ein solcher Helm schützt Dich vor Steinschlag und seitlichen Aufprall am Felsen.

Den Helm solltest Du aufsetzen, sobald Du Dich in felsigem Gelände bewegst. Das kann bereits am Zustieg sein, aber spätestens am Einstieg heißt es: Helm auf!

Tipp 15: Klettersteigset  

Achte auf einfache Bedienbarkeit der Karabiner. Für Anfänger empfehle ich die sogenannten One-Touch-Karabiner – sie lassen sich mit einem Handgriff öffnen und schließen automatisch.

Auch die Länge des Klettersteigsets sollte auf die Körpergröße abgestimmt sein. Wenn das Set zusätzlich noch leicht ist, dann bist Du perfekt ausgerüstet. 

Klettersteigset Test
Wir haben 17 Sets getestet und die Besten stellen wir im aktuellen Klettersteigset-Test vor.

Klettersteigset Test
Alle Testsieger

Tipp 16: Klettergurt – Bequemer und gut sitzender Allrounder

Der Klettergurt verbindet Dich mit dem Klettersteigset. Achte beim Gurt darauf, dass er bequem sitzt und keine Druckstellen verursacht. Hüftgurt und Beinschlaufen lassen sich auf die jeweilige Größe einstellen.

Ein einfacher und leichter Klettergurt reicht für den Klettersteig vollkommen aus. Günstige Allround-Klettergurte haben sich am besten bewährt. 

Gurt für den Klettersteig Test
Unsere Top 4 Klettersteig-Gurte

Tipp 17: Partnercheck

Bist Du mit Freunden unterwegs, mache vor dem Start einen Partnercheck. Kontrolliert euch gegenseitig und achtet darauf, dass Gurt, Helm, Rastschlinge und Klettersteigset gut sitzen und ordentlich geschlossen sind.

Tipp 18: Handschuhe schützen Deine Hände

Das raue Stahlseil am Klettersteig wird auf Dauer deine Handflächen stark beanspruchen. Klettersteig-Handschuhe kosten nicht viel und machen das Handling am Stahlseil deutlich angenehmer. 

Um deine Hände zu schützen, benötigst Du meiner Meinung nach keinen teuren High-Tech-Handschuhe. Es tun auch relativ günstige Handschuhe auf dem Baumarkt, wenn sie genug Grip haben.  

Klettersteighandschuhe kaufen2
Handschuhe – eine gute Investition

Klettersteighandschuhe sind eine wahre wohltat für die Handflächen.

Der Test hat gezeigt: günstige Arbeitshandschuhe funktionieren oft besser als teure Markenprodukte. Die 5 besten Klettersteig-Handschuhe.

Tipp 19: Eine Stirnlampe gehört immer ins Gepäck

Eine Stirnlampe wiegt nicht viel und gehört bei einer Klettersteigtour im Sinne der Sicherheitsausrüstung immer ins Gepäck.

  • Für den Zustieg, wenn Du Deine Tour früh startest und es noch dunkel ist.
  • Manchmal ist sie beim Abstieg nötig, wenn Du spät gestartet bist, oder die Tour länger gedauert hat als geplant.
  • Auch wenn Du in eine Notsituation gerätst und auf Rettung angewiesen bist, kann die Stirnlampe wichtig werden, da Du mit ihr auf dich aufmerksam machen kannst. 

Stirnlampen für den Bergsport

  • Gute Leuchtkraft
  • Starker Akku
  • Kurze Ladezeit
  • Geringes Gewicht
Stirnlampen Wandern Outdoor
Die Top 5

Tipp 20: Erste-Hilfe-Set für kleine Verletzungen

Spezielle Sets für Outdooraktivitäten sind platzsparend und vor allem wasserdicht. Die kleinen Päckchen passen in jeden Rucksack. Du solltest folgende Gegenstände dabei haben: Handschuhe, Wundkompressen, Pflaster, Verbandspäckchen, eine Rettungsdecke, eine kleine Schere und Desinfektionsmittel.

Erste-Hilfe-Set-Klettern

Tipp 21: Vorbereitung / Training 

Gerade am Anfang der Saison oder wenn Du schon länger keinen Klettersteig mehr gegangen bist, wird es dir enorm Helfen wenn du dich gezielt vorbereitest. Das stärkt nicht nur deinen Körper sondern auch dein Selbstvertrauen

Regelmäßiges Wandern in den Bergen trainiert deine Ausdauer.
Wenn du nicht in den Bergen wohnst, halte dich mit zwei bis drei Jogging-Einheiten pro Woche fit (mindestens 30 min). 

Einfaches Krafttraining
Die Kraft, die du für die Kletterzüge benötigst, kannst du in der Kletterhalle oder beim Bouldern trainieren. Zusätzliche Fitness-Übungen, wie Kniebeugen, Stützübungen (Liegestütz, Seitstütz oder Planks), Klimmzüge oder Beinaufzüge ergänzen dein Trainingsprogramm.


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Tipp 22: Taktik – Klettersteig

  • Überfordere dich nicht und wähle einen Klettersteig gemäß Deinem Können aus. Überhängende und extrem steile Klettersteige sind nichts für Einsteiger. 
  • Lege vor schwierigen Passagen bewusst eine Pause ein. 
  • Auch zwischendurch Immer wieder mal Trinkpausen einlegen. 
Klettersteig Tipp Trinkpause
Trinkpause – Klettersteig
  • Plane Reserven für den Abstieg ein. Je nachdem, wie lange die Tour ist, kann ein Abstieg mehrere Stunden dauern. Leider passieren im Abstieg immer wieder Unfälle oder Verletzungen, weil die Beteiligten müde und erschöpft sind und sich nicht mehr konzentrieren können. 

Tipp 23: Schwierigkeitsgrade richtig einschätzen

A     Leicht – einfache, gesicherte Wege und Steig
B     Mäßig schwierig – Routen im steilen, felsigen Gelände
C     Schwierig – sehr steiles, ausgesetztes Gelände, kraftraubende Passagen
D     Sehr schwierig – senkrecht, exponiert und sehr kraftraubend
E     Extrem schwierig – überhängend – wenig Tritte und wenig Tritthilfen

Für Einsteiger sind Klettersteige A und B Ideal. 
In einem C Klettersteig hat ein kompletter Anfänger erstmal noch nichts verloren. 

Tipp 24: Wasserhaushalt – Trinkblase 

Klettersteig gehen kann eine schweißtreibende Angelegenheit sein und gerade im Sommer ist es wichtig viel zu trinken.

Wir empfehlen dir eine Trinkblase mit Trinkschlauch, aus der du jederzeit trinken kannst ohne den Rucksack abzusetzen.

Trinkblase Klettersteig Tipp
2 Liter Trinkblase

Die meisten guten Rucksäcke haben spezielle Vorrichtungen, damit Du den Schlauch durchfädeln kannst und ihn in der Nähe des Mundes an der Schulter befestigen kannst. 

Tipp 25: Die richtige Verpflegung am Klettersteig

Am Klettersteig benötigst du Power, um die Tour durchzuziehen. Starte deshalb bereits mit einem guten Frühstück in den Tag. Ideal sind hochwertige Müslis, Vollkornbrot, Frischkäse, Smoothies, Eier etc. 

Trinke schon beim Frühstück genug, damit Du nicht mit einem Flüssigkeitsdefizit in die Tour startest.

Nimm Dir für unterwegs Verpflegung mit. Je nach persönlichem Geschmack können das Müsliriegel, Proteinriegel, Nüsse, Trockenfrüchte oder Ähnliches sein.

Tipp 26: Kinder am Klettersteig richtig sichern

Eine Klettersteigtour mit Kindern kann ein tolles Erlebnis sein, wenn man einige Sicherheitsaspekte beachtet. Eltern müssen das Können und die Ausdauer Ihrer Kinder richtig einschätzen und dürfen sie bei der ersten Tour nicht gleich überfordern.

Bei schwierigen Stellen empfiehlt es sich, Kinder mit einem Seil zusätzlich zu sichern.

Tipp 27: Handy mit vollem Akku

Wir wünschen es Dir natürlich nicht, aber bereite Dich bitte auch für den Notfall vor. Dazu gehört ein aufgeladenes Handy, mit dem Du im Notfall die Bergrettung alarmieren kannst. Speichere Dir dazu die vor Ort gültige Nummer der Bergrettung ein. 

  • Europaweiter Notruf: 112
  • Bergrettung Österreich: 140

Tipp 28: Achtung vor der Sonne

Vor allem im Hochsommer kann es auf südseitig angelegten Klettersteigen extrem heiß werden. Im Hochgebirge ist die Sonnenstrahlung stärker. Achte also auf ausreichenden Sonnenschutz, wenn Du am Abend nicht feuerrot sein möchtest.

  • Gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung (ganz wichtig) 

Tipp 29: Können richtig einschätzen

Schätze anhand der Tourenbeschreibung ein, ob der Klettersteig für dich machbar ist oder ob du lieber auf die Tour verzichten solltest. Beim Klettersteig gibt es an manchen Stellen kein Zurück mehr. Das Abklettern ist meist deutlich schwieriger ist als das Weiterklettern.

  • Taste dich langsam und Schrittweise an den nächsten Schwierigkeitsgrad heran.
  • Achtung Gruppenzwang – Sei nicht jene Person die andere in eine Situationen bringt, in der sie überfordert sind

Tipp 30: Versicherung – Alpenverein

Mit der Mitgliedschaft beim Alpenverein unterstützt du nicht nur die Natur, sondern bist auch noch versichert. Die Mitgliedschaft für ein Jahr beträgt um die 60 Euro und inkludiert Rettungs- und Bergekosten im Notfall. (Für genaue Angaben bitte beim jeweiligen Alpenverein nachfragen)

Tipp 31: Verankerungen überprüfen

Die meisten offiziellen Klettersteige werden zwar von den Alpenvereinen gewartet. Vor allem im Frühjahr nach der Schneeschmelze werden die Verankerungen, Leitern, Tritte und Stifte auf Ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft.

Teste aber auch selbst immer wieder mal ob die Verankerungen fest sind – im Zweifelsfall ist es besser die fragwürdige Stellen nicht voll zu belasten. Ist ein Klettersteig gesperrt, steige auf keinen Fall ein und melde lose Verankerungen bei der zuständigen Stelle.

Tipp 32: Zeige Respekt gegenüber der Natur

Damit auch die Generationen nach uns noch Freude an der Natur und am Klettern haben, ist es wichtig, dass wir sorgsam mit ihr umgehen. Dazu gehört es, den mitgebrachten Müll wieder mit nach Hause zu nehmen und dort zu entsorgen. Zudem sollten keine Blumen und Pflanzen gepflückt werden, die unter Naturschutz stehen.

Manchmal sind auch Klettersteige oder Teile davon gesperrt, weil sich in ihrem Bereich das Brutgebiet geschützter Vögel befindet. Halte solche Sperren auf jeden Fall ein.

Tipp 33: Ruhe bewahren am Klettersteig

Immer wieder werden Menschen am Klettersteig von einer mentalen Blockade überrascht und geraten in Panik. Hier ist der wichtigste Tipp: Ruhe bewahren. 

Bei den meisten Menschen legen sich die Attacken innerhalb von einigen Minuten wieder.
Am besten helfen gutes Zureden und eine längere Pause. Wenn du selbst unter einer Blockade leidest, gib dir die Zeit in Ruhe durchzuatmen und beruhige dich, bevor du entscheidest, wie es weitergeht. Wenn ein Freund eine Blockade hat, rede ihm gut zu, versuche ihn zu beruhigen, schaffe Raum zum Durchatmen und gib ihm/ihr Zeit um sich wieder zu sammeln.