Klettern-Vorstieg-Titelbild

Klettern im Vorstieg. Kompletter Guide – Indoor + Outdoor

Der Vorstieg ist die Paradedisziplin des Kletterns. Diese intensive Form des Kletterns hilft Dir Deine Grenzen zu verschieben.

Beim Klettern im Vorstieg erschließt Du Dir eine Route Zug für Zug und musst zu 100 % bei der Sache sein. Dafür wirst Du mit Glücksgefühlen und einem einmaligen Flow-Erlebnis belohnt.

Klettern im Vorstieg: Das darfst Du lernen

Vorstieg bedeutet, dass Du Dir eine Route erschließt, indem Du immer wieder über den letzten Sicherungspunkt hinauskletterst. Das bedeutet auch, dass Du bis zum nächsten Sicherungspunkt ein gewisses Sturz-Risiko eingehst.

Der Vorstieg ist psychisch und physisch fordernd und verlangt vom Kletterer einiges ab. Wie jede Sportart lässt sich das Klettern im Vorstieg systematisch lernen und wird Dir jede Menge Spaß machen.

Toprope vs. Vorstieg-Indoor
Toprope (gesichert von oben) VS. Vorstieg

Vorstieg für den Kletternden

Während Du Dir beim Klettern im Toprope keine großen Gedanken, um das Handling des Seils oder die Expressen machen musst, sieht das beim Vorstieg anders aus.

Zwischensicherungen einhängen
Damit Du immer wieder gut gesichert bist, musst Du an den Bohrhaken die entsprechenden Expressen einhängen. Zudem musst Du auf den Seilverlauf achten und das Umbinden am Umlenker beherrschen.

Expressen einhängen
Zum erfolgreichen Klettern gehört es, dass Du Expressen schnell und richtig einhängen kannst.
Schnelligkeit bedeutet Sicherheit und Kraftersparnis gleichermaßen.
Richtig bedeutet auch, dass das Seil, das von unten kommt, von der Wandseite des Karabiners nach außen und dann zum Klettergurt führt.

Expressen richtig einhängen DAV
Schnapper zeigt weg vom Kletterer – Abbildung des DAV

Zudem musst Du bei Querungen darauf achten, dass die geschlossene Seite der Expresse zur Querung zeigt, damit sich das Seil nicht aushängen kann.

Auf den richtigen Seilverlauf achten
In der Halle ist der richtige Seilverlauf kein großes Problem. Das sieht im Freien oft anders aus. Denn aufgrund der natürlichen Gegebenheiten sind die Bohrhaken manchmal im Zick-Zack gebohrt und das Seil verläuft in keiner senkrechten Linie mehr. Um den Seilverlauf zu begradigen, kannst Du längere Expressen (25 cm) verwenden.

2 “Lange” Expressen gehören immer mit an den Gurt.


Kennst Du dieses komische Gefühl wenn Du mit “fremden” Expressen kletterst?
Irgendwie klettert jeder lieber mit seinen eigenen Exen. Wir haben die besten getestet – die 5 Gewinner stelle ich im aktuellen Expressen Test vor.

Expressschlingen klettern Test
Exen im Test

Umbinden am Stand
Jede Route hat am Ende einen Umlenker, in den Du das Seil einhängst und an dem Du anschließend abgelassen wirst. Die unkomplizierte Variante ist ein doppelter gegenläufiger Karabiner. Dort hängst Du Dein Seil ein und Dein Partner kann Dich anschließend ablassen.

Umfädeln Ring
Die zweite gängige Variante ist ein Ring, in den Du das Seil einfädelst. Das bedeutet, dass Du Dich zuerst mit Deiner Selbstsicherung aus Bandschlinge und Karabiner einhängst, dann das Seil vom Gurt entfernst und in den Ring einfädelst, bevor Du Dich wieder in das Seil einbindest und die Selbstsicherungsschlinge entfernst.

Da dieses Manöver in luftigen Höhen geschieht, solltest Du es vorher so lange am Boden üben, bis Du es beherrschst. Die Info, um welche Art von Umlenker es sich handelt, findet Du im Normalfall im Topo.

Vorstieg – Standplatz Umbinden -Video

Umbinden – Französische Methode

Sturzangst + Blockaden
Es gibt fast keinen Vorsteiger, der sie nicht kennt: Die Sturzangst! Mit ihr musst Du dich im Vorstieg zwangsläufig auseinandersetzen, wenn Du an Deiner Leistungsgrenze kletterst. Deswegen ist es wichtig, dass Du ein gezieltes Sturztraining absolvierst, wenn Du Dich an den Vorstieg wagst.

Gezielte Stürze geben Sicherheit und nehmen Dir die Angst.
Die Erfahrung, dass Du durch das Seil aufgefangen wirst und Dir nichts passieren kann, macht Dich freier und Du traust Dich mehr.

Blockaden überwinden
Natürlich kann es immer wieder vorkommen, dass Du Blockaden hast. Das ist völlig normal und passiert vielen Kletterern. Solange Du Deine Blockaden immer wieder überwindest, wirst Du Stück für Stück vorwärts kommen.

Alles über Sturztraining und wie du Deine Sturzangst überwindest, findest du auf unserem “Sturztraining – 9 Schritte Guide“.


Du willst besser Klettern?
Ein guter Kletterrucksack kann Dir dabei nicht helfen…sorry.
Aber – wenn Dein Material gut verpackt ist, kannst Du Dich zumindest voll aufs klettern konzentrieren.
Die 5 Gewinner des aktuellen “Kletterrucksack-Tests“.

KletterRucksack - Test

Vorstieg für den Sichernden

Auch für den Sichernden ist Vorstiegklettern anspruchsvoller als das Sichern im Toprope. Hier findest Du drei Gründe, warum das so ist:

Bodensturzgefahr auf den ersten Metern
Gerade auf den ersten Metern besteht Bodensturzgefahr. Bei einem Sturz aus geringer Höhe läuft der Kletterer Gefahr auf dem Boden aufzuprallen, was zu ernsthaften Verletzungen führen kann. Deswegen ist es wichtig, den Kletternden zu spotten.

Falls die ersten Meter zu schwierig sind, kann ein besserer Kletterer auch bereits die erste Expresse einhängen. Zudem muss der Sichernde nah an der Wand stehen und darf auf keinen Fall zuviel Schlappseil ausgeben.

Zwischensicherungen einhängen DAV

Für einen sicheren Einstieg in die Route kann ein Clipstick/Betastick von Vorteil sein. Damit kannst Du (wenn nötig) problemlos die Erste oder sogar Zweite Expresse vom Boden aus einhängen.

Dynamisches Sichern
Der Sichernde muss beim Vorstieg sehr dynamisch sichern. Er muss permanent Seil ausgeben und wieder einziehen. Beim Einhängen der Expresse muss er dem Kletternden genug Seil geben, damit der Kletternde das Seil nicht mühsam nach oben ziehen muss. Anschließend muss der Sichernde das Schlappseil wieder einziehen.

Wichtig ist aber immer, dass der Kletternde genug Seil hat und nicht das Gefühl hat, dass er nach unten gezogen wird.

Dynimisch sichern = weich sichern
Dynamisch gesichert heißt vor allem, das der Stürzende “weich” gehalten wird. Dazu bedarf es je nach Sicherungsgerät einer eigenen Technik und viel Übung.

So muss der Sichernde beim Sichern mit Halbautomatischen Sicherungsgeräten (welche zum Sportlettern empfohlen werden) dem Stürzenden entgegen gehen oder sogar entgegen springen. Der Sturz wird dadurch nicht abrupt sondern kontinuierlich abgefangen. 

Dynamisch-Sichern im Vorstieg  – Video

Schlappseil
Während im Toprope das Seil immer relativ straff gespannt ist, ist es im Vorstieg nötig, Seil auszugeben, damit der Kletterer genügend Bewegungsfreiheit hat.

Allerdings darf Schlappseil nicht in Bodennähe ausgegeben werden, da die Gefahr eines Bodensturzes zu hoch ist. Schlappseil ist in seltenen Fällen von Vorteil (zb. Überhang) ansonsten bitte unbedingt Schlappseil vermeiden, und zwar sowohl im Vorstieg als auch im Toprope. 

Viele kurze und lehrreiche Videos zum Thema Sichern, Stürzen und Klettertechnik findest Du auf meiner Facebookseite.

Vorstiegsklettern vs. Topropeklettern

Felsklettern-Kurs-Vorstieg
Toprope vs. Vorstieg
  • Beim Toprope läuft das Seil immer von oben nach unten, beim Vorstieg von unten nach oben.
  • Beim Toprope ist der Kletterer immer durch ein relativ straffes Seil gesichert. Beim Vorstieg hat er den Abstand zwischen den Sicherungspunkten zu überwinden und kann dabei mehrere Meter ins Seil fallen. 
  • Beim Vorstieg musst Du Expressen einhängen. Beim Toprope entfällt das und Du konzentrierst Dich voll aufs Klettern.
  • Beim Vorstieg musst Du das Seil selbst in den Umlenker einhängen, beim Toprope hängt das Seil bereits dort.

Die richtige Vorbereitung für eine Route im Vorstieg

Wenn Du eine Route vorsteigst, solltest Du Dich immer vorbereiten. Dazu gehört es, dass Du das Topo studierst, um die Schwierigkeit der Route einzuschätzen. Berücksichtige dabei, dass Schwierigkeiten von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich bewertet sind. Während Dir eine VI in einem Gebiet keine Probleme bereitet, kannst Du in einem anderen Gebiet an ihr verzweifeln. 

Es ist außerdem wichtig, dass Du Aspekte, wie Abstände der Bohrhaken oder Beschaffenheit des Felsens (z.B. dessen Speckigkeit, Abgegriffenheit) in Deine Beurteilung mit einbeziehst.

Topo = Kletterführer bzw. Routeninformation

Wenn Du das Topo liest, solltest Du Dir mögliche Rastpunkte und natürlich die Schlüsselstelle(n) einprägen. Das ist auch für den Sichernden wichtig, damit er hier besonders aufmerksam ist.

Zudem ist es wichtig, dass Du genügend Expressen dabeihast, damit Dir nicht mitten in der Route das Material ausgeht. Und Du solltest Deine Kondition richtig einschätzen und die Länge der Route berücksichtigen (Seillänge beachten).


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Kommandos & Kommunikation im Vorstieg

Klettern ist ein Partnersport. Die Kommunikation zwischen Dir und Deinem Kletterpartner muss einwandfrei sein, damit ihr nicht durch Missverständnisse folgenschwere Fehler begeht.

Die gängigen Seilkommandos solltet ihr deswegen „aus dem FF“ beherrschen:

  • Zug oder Zu: Der Sichernde soll das Seil einziehen und auf “Zug” gehen
  • Seil: Der Kletternde benötigt mehr Seil und der Sichernde muss es entsprechend ausgeben
  • Stand: Der Kletternde hat sich oben in den Stand eingebunden
  • Ab: Der Kletternde ist oben angekommen, hat das Seil in den Umlenker eingebunden und möchte abgelassen werden

12 Fehler im Vorstieg und wie Du sie vermeiden kannst

Leider kommen im Vorstieg immer wieder Fehler vor. Die gängigsten Fehler und wie Du sie vermeiden kannst, fasse ich Dir hier zusammen:

1. Falsches Einhängen
Leider sieht man es immer wieder, dass das Sicherungsgerät falsch eingehängt ist und somit das Kletterseil und das Bremsseil vertauscht sind. Das hebelt die Wirkung des Geräts aus und ist ein Fehler, denn ihr unbedingt vermeiden müsst.

2. Fehlender Partnercheck
Auch wenn Du ihn schon hundertmal gemacht hast, auch beim 101. Mal ist der Partnercheck Standard. Ihr kontrolliert gegenseitig, ob die Gurte richtig sitzen, ob ihr richtig eingebunden seid, ob die Knoten gut gebunden sind und ob das Sicherungsgerät vorschriftsmäßig eingehängt ist. Und erst dann geht es los.

Partnercheck-Sturztraining-Klettern
Immer und ohne Ausnahme – Parterncheck

3. Falsche Bedienung des Sicherungsgerätes
Auch wenn jedes Sicherungsgerät im Prinzip die gleiche Funktion erfüllt, jedes Gerät hat seine Eigenheiten. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass Du das Sicherungsgerät, das Du verwendest, beherrschst.

Falls Du Dein Sicherungsgerät vergessen hast und das Deines Partners verwendest, lasse Dir eine genaue Anweisung geben, damit das Ausgeben und Einziehen des Seils, sowie das Halten bei einem Sturz funktionieren. Achtet immer darauf, dass das Seil richtig herum im Gerät liegt oder dass z.B. beim Tuber die Bremshand immer unter dem Sicherungsgerät ist.

4. Zuviel Schlappseil
Wie bereits erwähnt, kann zuviel Schlappseil in Bodennähe fatal sein, wenn es zu einem Bodensturz kommt. Aber auch im weiteren Verlauf der Route musst Du darauf achten, dass Du weder zu wenig, noch zu viel Schlappseil ausgibst. Auch wenn weiter oben die Gefahr eines Bodensturzes abnimmt: Zu viel Schlappseil verlängert Stürze unnötig und kann für Sichernden und Kletterer unangenehm werden.

5. Fehler beim Seil ausgeben bzw. einziehen
Für Dich als Sichernden ist es wichtig, dass Du beim Ausgeben und Einziehen des Seils nicht faul wirst. Gebe immer Seil aus, wenn sich Dein Partner weiterbewegt und ziehe es wieder ein, wenn er die nächste Expresse geklippt hat. Dabei bewegst Du Dich immer dynamisch zur Wand hin und von ihr weg.

6. Ungünstige Position des Sichernden
Achte als Sichernder darauf, wo Du stehst. Stell Dich nicht zu weit von der Wand weg, damit Du im Fall eines Sturzes nicht gegen die Wand gezogen wirst und Dir dabei wehtust und sogar das Seil loslässt. In der Halle ist es im Normalfall kein Problem eine gute Position zu finden. Im freien Gelände ist das manchmal schwieriger. Achte deshalb darauf, dass Du Dir am Felsen von Anfang an eine sichere und komfortable Position suchst. 

Faustregel: 1m von der Wand und 1m seitlich versetzt (damit die beiden Seilpartner im Falle eines Sturzes nicht kollidieren)

7. Unaufmerksamer Sichernder
Leider kommt es immer wieder vor, dass der Sichernde unaufmerksam ist. Sei es, weil er sich am Boden mit anderen Leuten unterhält oder weil er aufgrund der Dauer des Kletterversuchs ermüdet. Unaufmerksamkeit ist ein Absolutes No-Go, da Sicherungsfehler schwere Folgen nach sich ziehen können

8. Seilverlauf: Der Kletternde hat das Seil hinter den Beinen 
Ebenfalls ein Punkt, den man immer wieder beobachten kann: Die Beine des Kletternden geraten zwischen Wand und Seil. Das musst Du unbedingt vermeiden. Denn bei einem Sturz können Deine Beine in das Seil einfädeln und Du kannst mit dem Kopf nach unten stürzen. Was da passieren kann, malst Du Dir besser nicht aus.

9. Zu großer Gewichtsunterschied
Es ist ein Klassiker: Ein Pärchen geht gemeinsam klettern. Er wiegt 80 kg, sie nur 60 kg. Während Gewichtsunterschiede von 5-10 kg noch tolerierbar sind, wird es darüber schwierig. Deswegen ist es wichtig, Gewichtsunterschiede mit einem Reibungsclip, Vorschaltwiederstand oder einem Sandsack auszugleichen.

10. Überstreckt Klippen
Wenn möglich, solltest Du immer auf Hüfthöhe klippen. Wenn das nicht möglich ist, vermeide zumindest, dass Du überstreckt klippst. Das kann Dich leicht aus der Balance bringen und zum Sturz führen.

Vor allem in Bodennähe (bis zum fünften Hacken) kann ein Sturz während des Überstreckten-Einhängens zu gefährlichen Bodenstürzen kommen.

11. Zu schnelles Ablassen
Lasst euch beim Ablassen Zeit. Denn zu schnelles Ablassen kann in einem Kontrollverlust münden und im schlimmsten Fall einen Bodensturz zur Folge haben. Hier gilt wie immer: Kommunikation ist alles!

12. Nicht Stürzen bzw. keine Stürze üben
Wenn Du denkst, dass ein guter Kletterer nicht stürzt, hast Du weit gefehlt. Denn gute Kletterer sind nur deswegen so gut, weil sie oft gestürzt sind. Deswegen ist es wichtig, dass Du es übst zu stürzen. Denn nur, wenn Du die Angst vor dem Stürzen verlierst, wirst Du die Angst vor dem Klettern verlieren.

Und der größte Fehler von allen ist es, sich erst gar nicht im Vorstieg zu versuchen 🙂


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Klettern im Vorstieg – Indoor vs. Outdoor

Meiner Meinung nach ist es ein großer Unterschied, ob Du in der Halle oder am Felsen vorsteigst. Während ich mich in der Halle schnell und ohne große Probleme an den Vorstieg gewagt habe, hat es draußen am Felsen eine längere Zeit gedauert, bis ich mich getraut habe. Mir erschien, das Klettern draußen wesentlich komplexer und auch „gefährlicher“.

Die größten Unterschiede zwischen drinnen und draußen:

  • In der Halle sind die Griffe und Tritte farblich markiert. Am Felsen musst Du Dir beides suchen.
  • Die Expressen hängen in der Halle bereits und Du musst sie nicht selbst einhängen.
  • In der Halle gibt es am Ende der Route immer fixe Umlenker und ein Umbinden ist niemals nötig
  • Der Seilverlauf in der Halle ist immer gerade und es gibt keine Zick-zack-Verläufe oder ähnliches, die im Freien durchaus vorkommen. 
  • In der Halle gibt es die Gefahr des Steinschlags nicht. Dort können höchstens lose Gegenstände herunterfallen. Deswegen bleibt das Handy immer am Boden und alle Taschen sind leer.
  • In der Halle brauchst Du weniger Material, da weder Helm noch Expressen oder Bandschlingen und Karabiner nötig sind

Alles was es über das Outdoor-Klettern am Felsen zu wissen gibt findest du auf unserem Felskletter 1x1.

Warum Du im Vorstieg klettern solltest

Ja, es stimmt: Der Vorstieg ist komplexer als das Klettern im Toprope oder im Nachstieg, aber es lohnt sich und zwar aus den folgenden Gründen:

  • Beim Vorstieg benötigst Du absolute Konzentration
  • Du bist im Hier und Jetzt und erlebst Momente des Flows
  • Du hast die Möglichkeit Dich Deinen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden
  • Du kannst ein tolles Vertrauensverhältnis zu Deinem Sicherungspartner aufbauen

Klettern im Vorstieg: Die Ausrüstungsliste 

Wenn Du am Felsen im Vorstieg klettern möchtest, benötigst Du folgendes Material:

  • Klettergurt zum Einbinden ins Seil
  • Kletterhelm, als Schutz vor Steinschlag und herabfallenden Gegenständen
  • Kletterschuhe: Für Grip am Felsen
  • Seil: Deine Lebensversicherung und die Verbindung zwischen Kletterndem und Sicherndem
  • Expressen zum Einhängen in die Bohrhaken
  • Karabiner und Bandschlinge: Als Selbstsicherung zum Umbinden am Stand
  • Sicherungsgerät nach Deinem Gusto: Grigri, Megajul. Smart, Tuber, ClickUp etc.
  • Chalk-Bag: Gegen schweißnasse Hände

Unsere bewährte Lieblings-Ausrüstung findest Du auf unserer Empfehlungsseite